Es erwartet Sie ein attraktiv gestalteter Inhalt, der Sie bundesweit über die schönsten Wassertretstellen in Ihrer Nähe informiert: Machen Sie sich schlau über die positiven und nachhaltigen Wirkungen der Kneippschen Anwendungen auf Körper und Geist, die in jeder Lebensaltersstufe ohne jegliche Ausrüstung in kurzer Zeit zu verwirklichen sind.
Durch Wassertreten wird der Kreislauf angeregt und die arterielle Durchblutung gefördert. Der Kältereiz lässt die oberflächlichen Blutgefäße kontrahieren. Gemeinsam mit der Muskelbewegung fördert dies auch den venösen Blutstrom und beugt Krampfadern vor. Am Abend durchgeführt ist Wassertreten eine Hilfestellung zum besseren Einschlafen.

Für ein Regulationstraining zur Prophylaxe arterieller und Behandlung venöser Durchblutungsstörungen kann Wassertreten mit Laufen kombiniert werden. Wassertreten wird auch zur Behandlung von Migräne empfohlen. Es stärkt außerdem die Abwehrkräfte, ist infektvorbeugend

Berlin (ddp). Ein gesunder Stoffwechsel, starke Abwehrkräfte und ein stabiler Kreislauf sind nur einige Faktoren, die das Wassertreten zu einer rundum gesunden Anwendung machen. Ist das Waten in kaltem Wasser - auch Kneippen genannt - vermehrt unter Wanderern bekannt, die ihre Füße in Bachläufen kühlen, wandelt sich das Wassertreten immer mehr zu einer beliebten Therapie- und Wellness-Anwendung.

Gerade Anfänger können ohne großen Aufwand mit dem Kneippen loslegen. «Ob im Bach, an einer richtigen Wassertretstelle, daheim in der Badewanne oder mit umfunktionierten Malereimern, ist egal», sagt Ulf Fink, Präsident des Kneipp Bundes, Dachverband von 660 Kneippvereinen mit insgesamt 160.000 Mitgliedern. Die Anwendung ist ganz einfach: «Kaltes Wasser sollte bis eine Handbreit unters Knie reichen. In diesem Wasser schreitet man, wobei immer nur ein Bein im Wasser sein sollte und der Fuß immer ganz rauskommt. Der Vorgang dauert maximal zwei Minuten», sagt Fink.

Entscheidend für die positive Wirkung sind Wasser- und Körper-Temperatur. «Niemals kaltes Wasser auf kalte Haut ist die Faustregel. Man sollte vorher unbedingt warme Füße haben und aufhören, wenn es wehtut», sagt der Experte. Nach einem Gang im kalten Wasser ist es wichtig, die Füße zu wärmen und eine Pause von mindestens zwei Stunden bis zur nächsten Anwendung zu machen. Die Anzahl der Gänge kann individuell entschieden werden.

Das Waten durch Wasser, das eine Temperatur von maximal 17 Grad haben sollte, wirkt verschiedenen Erkrankungen entgegen. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Wetterfühligkeit können gemindert oder sogar geheilt werden. Gleichzeitig kommt durch das Kneippen der Kreislauf in Schwung: «Morgens macht es wach, abends fördert es das 'Runterkommen' und somit das Einschlafen», erklärt Fink. Gesunde Menschen können ohne ärztlichen Rat sofort den «Sprung ins kalte Wasser» wagen. Wer jedoch Beschwerden hat, sollte sich zuvor untersuchen lassen. «Bei Menstruationsbeschwerden verstärkt das Wassertreten die Krämpfe. Auch bei Krankheiten von Nieren und Blase, den Geschlechtsorganen, des Unterleibs und bei Durchblutungsstörungen sollte man nicht Wassertreten», rät Fink.

Neben der positiven Wirkung auf die Gesundheit, trägt der Gang durch das kalte Wasser zur Steigerung des Wohlbefindens bei. «Der Prickeleffekt in den Beinen nach dem Wassertreten fühlt sich sensationell und sehr angenehm an - wie Champagner für die Haut», sagt Fink. «Man fühlt sich lebendig und frisch.»